BBC goes Hannover. So lautete das Motto der Whatsapp Gruppe der Jungbullen für das letzte Wochenende. Und das Motto nach dem Wochenende. Veni Vidi Vici, Osnabrück rockt Hannover oder vielleicht eher nüchtern betrachtet – U18 Team der Black Bulls wird Landesmeister. Sicher von allem was, weil einfach wieder so viel drin war in diesem Wochenende.
Zunächst der sportliche Part. Im ersten Gruppenspiel ging es für den BBC als Zweiten der Landesliga Nord gegen den Ausrichter und Ersten der Landesliga West TK Hannover. Ein Spiel auf Augenhöhe und eine erste Standortbestimmung für die Jungbullen. Und wie so oft in diesem Jahr kein Spiel für schwache Nerven. Noch in der 28 Minute (von insgesamt 32 Minuten) war das Spiel beim 55:55 ausgeglichen und in der 30 Minute lagen die Gastgeben beim 60:59 hauchdünn vorn. Doch die Osnabrücker konterten und gingen ihrerseits mit 64:60 in Führung und hier konnten die Jungs aus Hannover nur noch auf zwei Punkte verkürzen. Endstand 64:62 für die Jungbullen, der erste Sieg eingefahren und die Grundlage für ein erfolgreiches Wochenende gelegt.
Zweites Spiel am Samstag dann gegen Jahn Wolfsburg, seines Zeichens Zweiter der Gruppe Süd. Hier taten sich die Osnabrücker zunächst schwer und fanden gegen die ausgeruhten Wolfsburger zunächst nicht die richtige Einstellung. Das 17:13 nach dem ersten Viertel war noch kein Ruhepolster und allen war bewusst – hier müssen wir noch eine Schippe drauflegen, um den Erfolg früh zu sichern. Diese notwendige Reaktion zeigten die Black Bulls dann im zweiten Viertel, welches mit 25:11 gewonnen werden konnte. Schon im zweiten Viertel und auch im weiteren Verlauf des Spiels sorgten vor allem die Auswechselspieler dafür, dass der Vorsprung stabil bei circa zwanzig Punkten lag. Gerade für ein langes und kräftezehrendes Turnier so wichtig, nicht nur die lautstarke Unterstützung von der Bank zu bekommen, sondern auch den Teamkollegen wichtige Minuten der Regeneration zu geben. Endresultat 65:46, damit Gruppenerster und Halbfinale gegen die alten Bekannten aus Oldenburg.
Am Sonntag dann das Halbfinale. Gegen Oldenburg musste man sich im Ligabetrieb im letzten Spiel geschlagen geben. Von Nervosität aber zunächst nichts zu spüren. Die Jungbullen legten los wie die Feuerwehr und spielten mit 20:8 ein überragendes erstes Viertel. Die Umstellung der Verteidigung sorgte dann aber in den zwei darauffolgenden Vierteln für einen Bruch im Spiel. Zudem wurde auch nicht auf so einem hohen Niveau  verteidigt, wie noch in der Anfangsphase. Und so wurde es beim 40:36 nach dem dritten Viertel noch einmal spannend, zumal die Oldenburger noch zwei Punkte drauflegen konnten. Aber ein 9:0 Lauf zum 49:38 in der 28 Minute brachte die nötige Sicherheit zurück und am Ende den 58:48 Erfolg.
Finale
Im Finale ging es dann gegen das zweite Hannoveraner Team von CVJM. Diese lieferten sich ein packendes Duell mit TKH und konnten dies am Ende mit zwei Punkten gewinnen. In beiden Halbfinals wurde deutlich, dass hier wirklich die besten vier U18 Teams aus Niedersachsen am Start waren.
Das erste Viertel gehörte mit 23:16 den Hannoveranern. Hier konnten Sie Ihren höchsten Score in allen Vierteln erzielen. Doch die Jungbullen steckten nicht auf, glaubten weiter an den Sieg und konnten nach einem ausgeglichenen zweiten Viertel 14:14 das dritte Viertel dann für sich entscheiden 16:14, wenn auch nur denkbar knapp. So ging es mit 51:46 für CVJM in den Schlussabschnitt. Überragender Mann auf dem Spielfeld war in dieser Phase der gegnerische Aufbauspieler Krauß, der nach dem dritten Viertel schon 26 von später insgesamt 31 Punkten auf seinem Konto verbuchen konnte und dabei auch die schwierigsten Würfe traf. Doch vielleicht hat an diesem Sonntag das bessere Team gewonnen. Die Black Bulls konnten im letzten Viertel noch einmal zulegen, alle ihre Reserven mobilisieren, mit 21 Punkten ihren höchsten Score im Schlussviertel auflegen und erneut nur 14 Punkte zulassen. Der Lohn dieser Kraftanstrengung: Dramatik pur bis zum Ende und bis zum letzten Wurf der Hannoveraner und am Ende grenzenloser Jubel über den 67:65 Erfolg und der damit verbundenen Niedersachsenmeisterschaft.
Diesen Titel tragen nun voller Stolz: Jonah Albert, Teo Peleda, Ben Ole Bohlsen, Falk Husmeier, Dave Hölscher, Eirik Bauer, Luk Mattis Rehbock, Nanouk Hellbaum, Tom Schuchmann, Ben Chackur Abderrahmane, Niklas Fraumann, Aidik Hajdarmataj und Jonas Langkamp.
Foto: Christoph Rehbock

Die letzten beiden Auswärtsspiele endeten mit zwei Siegen (101:51 beim ASC Göttingen und 96:73 beim TK Hannover 2) für die längst als Aufsteiger in die 2. Liga feststehenden Regionalligadamen des BBC Osnabrück, doch die Begleitumstände waren schon ziemlich besonders: Zunächst verletzte sich Annemarie Potratz am Freitag beim Abschlusstraining, wodurch sie dem Trainergespann Jörg Scherz und Jana Bühren in beiden Spielen nicht zur Verfügung stand, doch nach überstandenen Krankheitsproblemen unter der Woche machten sich 11 Spielerinnen am Samstag auf den Weg zum ASC Göttingen, der am letzten Spieltag nur knapp gegen den Tabellenzweiten TUS Neukölln verloren hatte. In Göttingen kamen aber nur 7 Spielerinnen an, weil ein Auto in eine Vollsperrung der Autobahn geriet und nach zwei Stunden unverrichteter Dinge wieder nach Osnabrück zurückkehren musste. Kurz vor Spielbeginn verletzte sich Carla Schniewind beim Warmup, sodass nur noch 6 Spielerinnen zur Verfügung standen.

Göttingen witterte seine Chance, doch nach nur vier Spielminuten (11:2) hatten die BBC-erinnen eindrucksvoll bewiesen, dass sie in den folgenden 36 Spielminuten nicht gedachten, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, sondern durch eine Ganzfelddefense und Fastbreaks eine frühe Entscheidung suchten. Aregnas Manukyan (6) und Julia Herrschaft (8) kümmerten sich um den Spielaufbau, Aiske de Boer (14/1)) und Kira Dölle (13/2) trafen sicher aus der Distanz und Tonia Dölle (24) und Maya Girmann (36/2) waren kaum zu stoppen. Im 1. Viertel (24:13) ließen die Gäste den Gastgeber noch mitspielen, doch schon im 2. Viertel (25:5) zeigte sich ein Klassenunterschied, wodurch die BBC-Damen mit einem 49:18 in die Pause gingen und es kaum glauben konnten.

Kurz nach der Halbzeit krachte Kira Dölle mit einer Gegenspielerin an der Mittellinie aneinander und musste blutüberströmt vom Feld gehen. Die verbliebenen fünf BBCerinnen ließen aber auch im 3. Viertel (30:16) nicht nach und schalteten im 4. Viertel (22:17) auf Zonenverteidigung um, die sie zu viert zu Ende spielen mussten, da Julia Herrschaft kurz vor Schluss ihr 5. Foul kassierte. Nach dem Spiel waren die Erleichterung und die Freude bei den Osnabrückerinnen groß, dieses „verrückte“ Auswärtsspiel überstanden zu haben.

Am Sonntag stand das Auswärtsspiel beim TK Hannover 2 auf dem Programm. Gewohnt war, dass die BBC-Damen wieder an der 100-Punkte-Marke „rochen“, doch die Defense wollte 40 Minuten lang einfach nicht funktionieren. Hannover ging das hohe Tempo mit und setzte die merklich müde wirkenden Gäste unter Druck. So entstand ein Spiel auf Augenhöhe, das lange Zeit offen war. Insbesondere Teamkapitänin Maya Girmann (14) war die Erschöpfung anzumerken, während Tonia Dölle (36/2) die kurze Trainingspause unter der Woche gut getan zu haben schien. Julia Herrschaft (13/3), Lotte Nachbar (19) und Charlotte Kreuzhermes (9/1) trafen gut, kamen aber in der Defense oft zu spät, ebenso wie Aiske de Boer (2), Aregnas Manukyan, Lotta Millich und Svenja Weßling (3), während Carla Schniewind und Kira Dölle nicht mitspielen konnten. Der 96:73-Sieg war dennoch nie gefährdet, sodass die BBC-Damen nun mit der angestrebten „weißen Weste“ in das Abschlussheimspiel gegen BG Zehlendorf Berlin am Sonntag, den 26. März 2023, um 15.00 Uhr in der Schlosswallhalle gehen.

Der bereits feststehende Meister BBC Osnabrück freut sich über viele Fans, die mit dem Team die Meisterschaft feiern wollen!

 

Foto: Mark Intelmann

Am Wochenende haben die U14 Jungs von Coach Flohre, Hardenberg und Wurm in Göttingen an der Niedersachsenmeisterschaft teilgenommen. Zum Auftakt ging es gegen Bothfeld. Das Spiel wurde in überzeugender Art und Weise deutlich mit 115:28 gewonnen. Nach einer gut vorbereiteten Mittagspause mit Nudeln und leckerer Tomatensoße ging es im zweiten Gruppenspiel gegen den Gastgeber ASC Göttingen. Hier waren die BBC Jungs nicht bereit, das Tempo der Göttinger mitzugehen und hatten Probleme, das Pick&Roll zu verteidigen. Folglich ging das Spiel völlig zu Recht mit 57:46 verloren. Somit war klar, dass man am Sonntag das späte Spiel um 12:15 Uhr hatte. Gegner sollten die Jungs aus Oldenburg sein. Nach einem leckeren Abendessen in einer Göttinger Pizzeria und einem tollen ersten Tag ging es pünktlich ins Bett. Ausgeruht und gut gefrühstückt, ging es am Sonntag um 10:30 Uhr Richtung Halle, um das wichtige Halbfinale gegen Oldenburg zu spielen. Hier zeigten beide Mannschaften sehr gute Leistungen, so dass ein tolles und spannendes Spiel entstand. Am Ende gingen die Jungbullen aus Osnabrück mit einem 63 zu 60 als Sieger vom Feld. Somit hatte man das Finale erreicht und die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft geschafft. Im Finale spielte man gegen Wolfenbüttel. Hier fehlte den Osnabrückern die Kraft, da es zwischen Halbfinale und Finale nur 1 Stunde Pause gab.  Am Ende verlor man das Finale erhobenen Hauptes mit 65 zu 40, was die Freude über die erreichte Qualifikation zur Norddeutschen aber nicht schmälerte.
„Ich bin super stolz auf meine Jungs. Die Hälfte der Mannschaft spielt seit nicht mal einem Jahr Basketball und schon haben wir diesen Erfolg. Das zeigt, wie hart und engagiert die Jungs trainieren. Der Zusammenhalt der Jungs untereinander und der Spaß, den sie miteinander in jeder Sekunde haben, ist unsere ganz besondere Stärke. Ich freue mich riesig, dass die Saison noch nicht vorbei ist“, kommentiert ein freudiger Coach Flohre.
Mit von der Partie waren: Vincent Bohn, Adrian Wennekers, Ken Kletke, Tim Heise, Malik und Leon Herges, Luis Richtering, Hannes Bunse, Leandro Dabrowski, Precious Umuakpero, Lukas Engler und Leo Rölker.
Glückwunsch Jungs und viel Erfolg auf der Norddeutschen.