Die letzten beiden Auswärtsspiele endeten mit zwei Siegen (101:51 beim ASC Göttingen und 96:73 beim TK Hannover 2) für die längst als Aufsteiger in die 2. Liga feststehenden Regionalligadamen des BBC Osnabrück, doch die Begleitumstände waren schon ziemlich besonders: Zunächst verletzte sich Annemarie Potratz am Freitag beim Abschlusstraining, wodurch sie dem Trainergespann Jörg Scherz und Jana Bühren in beiden Spielen nicht zur Verfügung stand, doch nach überstandenen Krankheitsproblemen unter der Woche machten sich 11 Spielerinnen am Samstag auf den Weg zum ASC Göttingen, der am letzten Spieltag nur knapp gegen den Tabellenzweiten TUS Neukölln verloren hatte. In Göttingen kamen aber nur 7 Spielerinnen an, weil ein Auto in eine Vollsperrung der Autobahn geriet und nach zwei Stunden unverrichteter Dinge wieder nach Osnabrück zurückkehren musste. Kurz vor Spielbeginn verletzte sich Carla Schniewind beim Warmup, sodass nur noch 6 Spielerinnen zur Verfügung standen.
Göttingen witterte seine Chance, doch nach nur vier Spielminuten (11:2) hatten die BBC-erinnen eindrucksvoll bewiesen, dass sie in den folgenden 36 Spielminuten nicht gedachten, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, sondern durch eine Ganzfelddefense und Fastbreaks eine frühe Entscheidung suchten. Aregnas Manukyan (6) und Julia Herrschaft (8) kümmerten sich um den Spielaufbau, Aiske de Boer (14/1)) und Kira Dölle (13/2) trafen sicher aus der Distanz und Tonia Dölle (24) und Maya Girmann (36/2) waren kaum zu stoppen. Im 1. Viertel (24:13) ließen die Gäste den Gastgeber noch mitspielen, doch schon im 2. Viertel (25:5) zeigte sich ein Klassenunterschied, wodurch die BBC-Damen mit einem 49:18 in die Pause gingen und es kaum glauben konnten.
Kurz nach der Halbzeit krachte Kira Dölle mit einer Gegenspielerin an der Mittellinie aneinander und musste blutüberströmt vom Feld gehen. Die verbliebenen fünf BBCerinnen ließen aber auch im 3. Viertel (30:16) nicht nach und schalteten im 4. Viertel (22:17) auf Zonenverteidigung um, die sie zu viert zu Ende spielen mussten, da Julia Herrschaft kurz vor Schluss ihr 5. Foul kassierte. Nach dem Spiel waren die Erleichterung und die Freude bei den Osnabrückerinnen groß, dieses „verrückte“ Auswärtsspiel überstanden zu haben.
Am Sonntag stand das Auswärtsspiel beim TK Hannover 2 auf dem Programm. Gewohnt war, dass die BBC-Damen wieder an der 100-Punkte-Marke „rochen“, doch die Defense wollte 40 Minuten lang einfach nicht funktionieren. Hannover ging das hohe Tempo mit und setzte die merklich müde wirkenden Gäste unter Druck. So entstand ein Spiel auf Augenhöhe, das lange Zeit offen war. Insbesondere Teamkapitänin Maya Girmann (14) war die Erschöpfung anzumerken, während Tonia Dölle (36/2) die kurze Trainingspause unter der Woche gut getan zu haben schien. Julia Herrschaft (13/3), Lotte Nachbar (19) und Charlotte Kreuzhermes (9/1) trafen gut, kamen aber in der Defense oft zu spät, ebenso wie Aiske de Boer (2), Aregnas Manukyan, Lotta Millich und Svenja Weßling (3), während Carla Schniewind und Kira Dölle nicht mitspielen konnten. Der 96:73-Sieg war dennoch nie gefährdet, sodass die BBC-Damen nun mit der angestrebten „weißen Weste“ in das Abschlussheimspiel gegen BG Zehlendorf Berlin am Sonntag, den 26. März 2023, um 15.00 Uhr in der Schlosswallhalle gehen.
Der bereits feststehende Meister BBC Osnabrück freut sich über viele Fans, die mit dem Team die Meisterschaft feiern wollen!
Foto: Mark Intelmann
Am Samstag Abend musst sich die 2. Herren des BBC im Duell um Platz 2 in der Regionsliga dem TC Bad Rothenfelde mit 61:55 geschlagen geben. Dabei legten die Gäste los „wie die Feuerwehr“ und konnten das erste Viertel mit einem 26:10 für sich entscheiden. Doch je länger das Spiel dauerte, um so mehr gewannen die Kurortler die Oberhand und konnten das Spiel am Ende auch verdient für sich entscheiden. Dennoch war Coach Vogelpohl mit dem Auftritt nicht unzufrieden, ist doch Bad Rothenfelde seit Jahren in der Liga zu Hause und in der heimischen Halle ein echter Prüfstein. Wichtigste Erkenntnis des Abends: Ein Spiel dauert 40 Minuten und am Ende wird abgerechnet. Und gerade im zweiten und letzten Viertel fehlte mit nur 7 und 8 erzielten Punkte das Scoring. Aber man hat auch gesehen: Das junge Team ist in der Lage, jeden Gegner zu schlagen und das macht Mut für das letzte Saisonspiel gegen Essen.
Foto: Mark Intelmann
Einen verdienten 84:73 Erfolg feierte die 2. Herren am Samstagabend bei den Gastgebern aus GM Hütte. Und dieser Erfolg ist umso wertvoller, weil der TVG das erste Mal in dieser Saison mit voller Mannschaftsstärke auflief. Ein klares Zeichen der alten Mannschaftskollegen der Coaches Thamm und Vogelpohl – heute müssen sich die Black Bulls und die Coaches den Sieg schwer verdienen. Ein Großteil der U18 der letzten Saison, unterstützt von Malik Hellbaum als „Senior“ war von Anfang an da und konnte in allen Vierteln vollends überzeugen. Drei Viertel gingen an die Osnabrücker, nur ein Viertel konnten die Gastgeber ausgeglichen gestalten. Fünf Spieler der Black Bulls konnten zweistellig punkten, beim TVG nur drei. Beim U18 Spiel ein paar Stunden vorher bedauerten einige Eltern, dass Ihre Jungs ihr letztes Jugendpunktspiel in der Landesliga bestritten haben. Aber dieses Spiel, nur ein paar Stunden später, zeigte deutlich, aus den Jungs werden Kerle, die sich mehr und mehr den Respekt der „alten Hasen“ verdienen und in vielen Fällen mehr als nur mithalten können. Eine wirklich beeindruckende Vorstellung, die die Spieler und auch die Coaches richtig Happy zurückließ. Bestnoten verdienten sich an diesem Samstag: Gräfe (2), Hajdarmataj (7), Junker (11), Rehbock (13), Bohlsen (19), Hölscher (15), Schuchmann (11), Albert und Hellbaum (6).
Foto: Mark Intelmann
Die Geschichte über den ungefährdeten 84:42 Erfolg gegen Bad Essen ist schnell erzählt. Die Jungbullen konnten gegen die Raptors alle vier Viertel gewinnen und vor allem im zweiten Viertel (22:7) etwas Glanz verbreiten. Zu dominant war der Auftritt der Gastgeber, die nach ausgeglichenem Beginn mehr und mehr das Ruder übernahmen. Der klare Spielverlauf gab den Trainern die Möglichkeit alle Akteure einzusetzen und die Spielzeit so gut wie möglich zu verteilen. Etwas Wehmut kam bei einigen Eltern auf, denn tatsächlich war es für einige Eltern wie natürlich auch Spieler das letzte Ligaspiel in der U18 Landesliga. Für den Jahrgang 2005 geht es ab nächstem Jahr in den Herrenbereich, wo Sie sich dann beweisen müssen. Wie schon mehrfach erwähnt ist die Saison aber noch nicht zu Ende. Nun gilt die volle Konzentration den Landesmeisterschaften am 18/19 März. An diesem Wochenende spielten: Fraumann (1), Langkamp (6), Hölscher (11), Rehbock (13), Albert (6), Bohlsen (4), Schuchmann (3), Hajdarmataj (10), Husmeier, Bauer (9), Aderrahmane (14) und Hellbaum (7).
Foto: Mark Intelmann
