BBC-Damen als Aufsteiger das Ăberraschungsteam der Liga
Nach dem wirklich guten Spiel in der Vorwoche gegen TSVE Bielefeld (77:54) taten sich die Damen des BBC OsnabrĂŒck beim AuswĂ€rtsspiel in Berlin gegen TUS Lichterfelde sehr schwer. Es war aber das erwartet schwere Spiel, denn TUS Lichterfelde Berlin hat sich nach der schweren Verletzung von Topspielerin Magdalena Landwehr inzwischen gefangen und wird in den kommenden Wochen noch ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der Playoff-PlĂ€tze mitreden. Der Tabellenzweite aus OsnabrĂŒck war beim 64:55 fĂŒr die Berlinerinnen dann doch – trotz einer eher schwĂ€cheren Leistung der GĂ€ste – eine Nummer zu groĂ. Auf OsnabrĂŒcker Seite ĂŒberwog die Erleichterung, das Spiel trotz einer katastrophalen Dreierquote von 14 Prozent (2/14) und ungewöhnlich vielen Ballverlusten (15), die meist zu direkten Körben der Gastgeberinnen gefĂŒhrt hatten, doch mit 64:55 gewonnen zu haben.
Es war wieder einmal das OsnabrĂŒcker Trio Annemarie Potratz (8), Tonia Dölle (17/2) und Maya Girmann (16), das letztendlich den Unterschied machte, doch Trainer Jörg Scherz war nach dem Spiel mit der Leistung der anderen Spielerinnen durchaus nicht unzufrieden. „Wir wollten in diesem Spiel auch mit anderen Formationen spielen, als es sonst ĂŒblich ist. Diese Formationen haben ihren Job wirklich gut erledigt, aber leider haben sie freie WĂŒrfe nicht getroffen und gut herausgespielte Angriffe durch einen unnötigen Pass nicht in zĂ€hlbaren Erfolg umgemĂŒnzt. Das hat es uns schwer gemacht, uns abzusetzen!“ Trotz einer zwischenzeitlichen 15-Punkte-FĂŒhrung blieb Berlin immer gefĂ€hrlich und legte LĂŒcken in der OsnabrĂŒcker Verteidigung offen. Michelle MĂŒller (5) wĂ€chst als gelernte Centerin mehr und mehr in ihre neue Rolle als Spielerin auf den Positionen 3 bis 5 hinein. Sie besitzt eine gute SpielĂŒbersicht und kann in den kommenden Spielen zu einer entscheidenden Spielerin heranwachsen.
Acht von 24 Berliner Dreiern fanden das Ziel, wodurch sich TUSLI nicht abschĂŒtteln lieĂ. Antonia Kraushaar punktete erneut zweistellig (12) und stellte damit weiter die groĂen Fortschritte unter Beweis, die sie seit einigen Wochen/Monaten macht. Carlotta Arlt (2) haderte mit dem WurfglĂŒck (1/7), zeigte aber, wie sie sich von Woche zu Woche weiter entwickelt. „Ihre Wurfentscheidungen warn absolut richtig. Trifft sie die HĂ€lfte ihrer WĂŒrfe, jubelt das ganze Team. Trifft sie die nicht, muss ich sie leider wieder auswechseln! So ist das GeschĂ€ft, aber ich bin sehr mit ihr zufrieden!“, meinte Trainer Jörg Scherz nach dem Spiel. Dritte im Bunde ist Charlotte Behr, die in ihren knapp 20 Minuten Einsatzzeit, wieder tolle Aktionen und Assists initiiert und vor allem auch gute SpielĂŒbersicht gezeigt hat. „Wenn sie lernt, korbgefĂ€hrlicher zu sein, dann wird es fĂŒr den Gegner noch schwerer, sie zu stoppen“, urteilte Scherz Ă€uĂerst positiv ĂŒber seine Aufbauspielerin. Besonders erfreut zeigte sich der Trainer, dass Charlotte Kreuzhermes langsam wieder fit zu werden verspricht. „Sie ist aus meiner Sicht eine der wertvollsten Spielerinnen des Teams, da sie eine starke Defense spielt und im Angriff mehr und mehr Selbstvertrauen entwickelt“, meint ihr Trainer, der im gleichen Atemzug die VorzĂŒge von Kira Dölle (4) hervorhebt, die fĂŒr ihn eine der verlĂ€sslichsten und kampfstĂ€rksten Spielerinnen im Team ist.
Aiske de Boer, Aregnas Manukyan und Carla Schniewind unterstĂŒtzen das Team an allen Ecken und Kanten. Aiske de Boer ĂŒberzeugt durch ihre Schnelligkeit, Aregnas Manukyan ist sicher eine der besten 1:1-Verteidigerinnen des Teams und Carla Schniewind verfĂŒgt ĂŒber einen guten Distanzwurf. Alle zusammen stellen ein unglaublich gutes Team, eine erfahrene Mannschaft und einen eingeschworenen Haufen dar, der sich nun erst einmal vom Kampf um die Positionen 3 bis 11 verabschiedet hat. WĂ€hrend sich auĂer Rotenburg/ScheeĂel alle anderen Teams um die Qualifikation fĂŒr die Playoffs streiten, blickt auch der BBC OsnabrĂŒck relativ entspannt auf die noch verbleibenden sechs Spieltage. Nach einem freien Wochenende freuen sich die BBC-Damen auf das absolute Spitzenspiel der 2. DBBL Nord am Sonntag, den 18. Februar 2024, um 16.00 Uhr zwischen dem Zweiten (BBC OsnabrĂŒck) und dem Ersten (BG 89 Arvides Hurricanes Rotenburg/ScheeĂel)! Im Hinspiel siegten die Damen von Headcoach Christian Greve mit 98:54 in eigener Halle! An diesem Ergebnis gibt es aus OsnabrĂŒcker Sicht einiges zu korrigieren!