Statistik erklärt die Gründe für die deutliche Niederlage

Mit 43:74 unterlag der BBC Osnabrück am Sonntagnachmittag den Veilchen aus Göttingen. Was auf der Anzeigetafel wie eine klare Sache wirkt, war in der Analyse ein Spiel, das weit stärker durch Wurfquoten als durch spielerische Unterschiede entschieden wurde. Der BBC bleibt damit nach sieben Siegen und zwei Niederlagen weiterhin auf Rang drei – hinter Göttingen und Leverkusen.

Schon die Statistik zeigt, wie ungewöhnlich der Verlauf war: Göttingen traf 51,3 % ihrer Zweier (20/39), Osnabrück lediglich 32,4 % (12/37). Von der Dreierlinie setzte sich das Bild fort – 28 % zu 13 %. Auch die Fieldgoal-Gesamtquote (42,2 % zu 25 %) betonte den Unterschied im Abschluss, nicht im Spieltempo oder der Intensität. „Wir kreieren genügend gute Würfe. Sie fallen nur seit zwei Spieltagen nicht mehr“, beschreibt BBC-Trainer Radion die Phase nüchtern.

Dass Osnabrück dennoch über weite Strecken mutig spielte, zeigte besonders das Tempo: Der BBC war athletischer, suchte Fastbreaks und attackierte früh – doch ohne die nötige Effizienz. Tonia Dölle stemmte sich mit 10 Punkten und 8 Rebounds gegen die Göttinger Physis, Charlotte Kreuzhermes überzeugte mit 9 Punkten, Michelle Müller erzielte 8 Punkte. Annemarie Potratz-Bramscher, sonst zentrale Scorerin, blieb bei 7 Punkten – auch hier war die Abschlussschwäche spürbar. Auch Kira Dölle, Maike Hagedorn, Melina Hagenhoff, Gesa Temme-Winter, Mia Fittje, Kathi Hoffmeier und Hanne Kleihauer stemmten sich mutig gegen die Gastgeberinnen, die zeitweise fünf Importspielerinnen auf dem Feld hatten.

Auf der Gegenseite präsentierte Göttingen die individuelle Klasse, die sie in dieser Saison zur Spitze geführt hat. Star-Spielerin Sophia Phillips erzielte 19 Punkte und traf vier Dreier, Ana Teresa Faustino kam auf 15, Alice Bremer auf 11 Zähler. Besonders am Brett zeigte Göttingen mit 26 Defensivrebounds seine Dominanz, während das BBC-Team erneut körperlich unterlegen war, aber mit Athletik und hoher Laufbereitschaft dagegenhielt.

Trotz allem blieb der BBC seiner Identität treu: schnelle Abschlüsse, viel Ballbewegung, Mut zum Attackieren. Die letzten zwei Wochen aber zeigen, dass die Wurfquoten den Ausgang stärker bestimmen als das, was die Mannschaft strukturell auf das Feld bringt.

Mit nun 7–2 Siegen startet Osnabrück in die entscheidende Phase der Hinrunde. Am kommenden Wochenende wartet Hürth – und vor allem die Rückkehr in die heimische Schlosswallhalle. Dort ist der BBC weiterhin ungeschlagen. „Wir wissen, was wir können. Zuhause wollen wir an unsere Linie anknüpfen“, so Gross.

Kommenden Sonntag (7.12.) um 16.00 Uhr ist Anwurf in der heimischen Schlosswallhalle gegen den Aufsteiger Hürther BC, dann haben die BBC-Damen die feste Absicht, in die Erfolgsspur zurückzufinden!