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Vor einer lautstarken Schlosswallhalle trennten sich die Basketballerinnen des BBC Osnabrück und die USC BasCats Heidelberg im ersten Playoff-Viertelfinale mit einem 66:66-Unentschieden. Damit fällt die Entscheidung um den Einzug ins Top 4 erst im zweiten Spiel am kommenden Samstag in Heidelberg.
Den besseren Start erwischten erneut die Gäste aus Heidelberg. Immer wieder erspielten sich die BasCats kleine Führungen, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können. Der BBC lief zunächst hinterher, hielt aber konsequent dagegen. Offensiv fehlte den Gastgeberinnen zunächst die notwendige Ruhe, Abschlüsse wurden teilweise zu früh gesucht, obwohl die Spielanlage stimmte.
Auffällig war dabei die klare Lastenverteilung im Heidelberger Spiel. Vor allem Moten dominierte mit 29 Punkten und 16 Rebounds, unterstützt von Hoyt (18 Punkte, 4 Rebounds) sowie Oden (9 Punkte, 5 Rebounds). Auf Osnabrücker Seite hingegen spiegelte sich die Kabinenansprache deutlich im Spiel wider: Teamplay wurde zum entscheidenden Faktor.
Allen voran Michelle Büscher (15) übernahm Verantwortung. Sie überzeugte sowohl offensiv am Brett als auch defensiv – und wurde schließlich zur entscheidenden Figur, als sie den Ausgleichswurf in letzter Sekunde verwandelte. Tonia Dölle (13) musste sich ihre Positionen trotz körperlicher Vorteile hart erarbeiten und kam auf ein Double-Double mit 13 Punkten und 11 Rebounds.
Einen bemerkenswerten Auftritt zeigte erneut Carlotta Arlt (13/3), die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit 13 Punkten, darunter drei erfolgreiche Dreipunktewürfe, sowie acht Rebounds erzielte sie erstmals in dieser Saison eine zweistellige Punkteausbeute. Ergänzt wurde das ausgeglichene Osnabrücker Scoring durch Emily Enochs (12/2), Annemarie Potratz-Bramscher (5/1), Charlotte Behr (2) und Kira Dölle (6/2). Auch wenn die früh foulbelastete Charlotte Kreuzhermes, Melina Hagenhoff und Maike Hagedorn ohne Punkte blieben, verteilt sich das Scoring bei den Osnabrückerinnen auf mehrere Schultern. Die beiden Youngster Milla Köpke und Gesa Temme-Winter kamen dieses Mal nicht zum Einsatz, während Katharina Hofmeier weiterhin verletzt zuschauen musste.
Zur Halbzeit lag der BBC dennoch mit 23:32 zurück. Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch die Dynamik der Partie. Das dritte Viertel entwickelte sich zunächst zäh, auf beiden Seiten fielen nur wenige Punkte. Immer dann, wenn Osnabrück verkürzte, versuchten die Heidelbergerinnen das Momentum durch konsequente Eins-gegen-Eins-Aktionen zu brechen. Erst gegen Ende des dritten Abschnitts kippte das Spiel spürbar. Angeführt von intensiver Verteidigungsarbeit erhöhte der BBC den defensiven Druck deutlich und gewann das Viertel mit 24:19.
Auch im Schlussabschnitt blieb Heidelberg zunächst knapp in Führung. Noch drei Minuten vor Spielende lag Osnabrück mit sieben Punkten zurück. Eine Auszeit leitete jedoch die entscheidende Phase ein. Aktion für Aktion kämpften sich die Gastgeberinnen zurück, getragen von der Energie der Halle. Der letzte Angriff wurde konsequent ausgespielt – und fand mit dem Ausgleich in letzter Sekunde seinen Höhepunkt.
„Für uns fühlt sich das Unentschieden wie ein Sieg an, denn wir haben in den letzten drei Minuten gezeigt, dass wir es mehr wollen. Dieses Momentum und den Rückenwind der Fans nehmen wir mit nach Heidelberg“, erklärte Trainer Radion Gross nach der Partie und lobte ausdrücklich das Zusammenspiel seines Teams.
Damit kommt es am kommenden Samstag um 17:00 Uhr in Heidelberg zum entscheidenden Spiel um den Einzug ins Final Four. Eine Partie, in der Momentum, Widerstandsfähigkeit und mannschaftliche Geschlossenheit über das Weiterkommen entscheiden werden.
