BBC-Damen personell weiterhin in einer schwierigen Situation

Eine Partie mit hohem Anspruch und viel Intensität stand am Sonntag, den 25. Januar 2026, in der Osnabrücker Schlosswallhalle auf dem Programm. Mit den VfL Astroladies Bochum gastierte der amtierende Meister der 2. DBBL beim BBC Osnabrück – und bestätigte am Ende mit einem 10-Punkte-Sieg seine Klasse. Mit 66:76 mussten sich die Gastgeberinnen geschlagen geben. Dabei war es weniger eine Frage der defensiven Präsenz als vielmehr der offensiven Effizienz, die den Ausschlag zugunsten der Gäste gab.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Bochum früh leichte Vorteile für sich verbuchen konnte. Während Osnabrück im ersten Viertel große Mühe hatte, offene Würfe in Zählbares umzumünzen – die Dreierquote lag bei lediglich 9 Prozent (1 von 11) –, zeigte sich Bochum deutlich treffsicherer und verwandelte 60 Prozent seiner Distanzwürfe (3 von 5). Dieser Unterschied setzte sich in den weiteren Wurfkategorien fort und prägte den Spielverlauf nachhaltig. Das 1. Viertel ging mit 16:19 verloren.

Der BBC hielt dennoch dagegen, verteidigte engagiert und blieb über weite Strecken in Schlagdistanz. Allen Spielerinnen war dabei anzumerken, dass sie sowohl offensiv als auch defensiv bis an die Belastungsgrenze gingen. Insbesondere die Freiwurfquote des BBC-Teams ließ einiges zu wünschen übrig: Nur 16 von 25 Würfen fanden ihr Ziel (64%), sodass die Gastgeberinnen von der Linie schon 9 Punkte liegen ließen (Bochum: 79%). Auch von der Dreierlinie traten die BBCerinnen nicht wie gewohnt treffsicher auf: Nur 6 von 28 Wurfversuchen konnten im Korb untergebracht werden (21%), während die Gäste immerhin 7 von 24 Dreier-Würfen trafen (29%).

Auf Seiten der Gäste verteilte sich die Verantwortung vornehmlich auf die Schultern von drei Spielerinnen: Dut Faith führte Bochum mit 19 Punkten an, Cecelia Collins kam auf 18 Zähler, während Lisa Kullik mit 13 Punkten und einer starken Dreierquote (3 von 5) wichtige Akzente setzte. Immer dann, wenn Osnabrück den Anschluss suchte, fanden die Astroladies eine Antwort – meist aus der Distanz oder von der Freiwurflinie. 

„Die Defense war – anders als in den vergangenen Spielen – von Beginn an präsent. Der feine Unterschied lag heute in der Trefferquote“, bilanzierte Headcoach Radion Gross nach der Partie. „Wir waren sowohl bei den Zwei- und Dreipunktewürfen als auch von der Linie weniger effizient.“ Hinzu kommt, dass der BBC auf seine Innenspielerin Michelle Büscher (gesundheitliche Probleme) verzichten musste – ein weiterer Faktor in einem Spiel auf hohem physischem Niveau.

Emily Enochs (10/1), Gesa Temme-Winter, Katharina Hoffmeier (3/1), Charlotte Kreuzhermes (4), Annemarie Potratz (15), Kira Dölle (4), Maike Hagedorn, Melina Hagenhoff (11/2) und Tonia Dölle (16/2) konnten nach 40 hart umkämpften Minuten dennoch erhobenen Hauptes das Feld verlassen! Durch die Niederlage verliert Osnabrück zwar auch den direkten Vergleich mit Bochum, bleibt jedoch weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz.

Der Blick richtet sich nun nach vorn: In den kommenden Wochen warten im Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Göttingen (1.2.) und im Auswärtsspiel in Bonn/Rhöndorf (7.2.) weitere Spitzenteams und hohe Aufgaben auf die Osnabrückerinnen. Positiv ist, dass mit Charlotte Behr eine Leistungsträgerin der letzten Saison nach einem halbjährigen Auslandssemester in Frankreich ins Team zurückkehrt. Und auch die beiden Rekonvaleszentinnen Carlotta Arlt (Syndesmosebandriss) und Milla Köpke (Schleimbeutel-OP) machen große Fortschritte und stehen bald wieder zur Verfügung. Und selbst von der langjährigen Teamkapitänin Maya Girmann, die seit eineinhalb Jahren verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt ist, gibt es kleine, vorsichtige Fortschritte zu vermelden. Sie ist weiterhin eng mit dem Team verbunden und sorgt zusätzlich in der 2. Rollstuhl-Basketball-Bundesliga für Furore.

Sonntag / 01.02.2026 / 16.00 Uhr / Schlosswallhalle / BBC Osnabrück gegen das Topteam Veilchen Göttingen! Kommen, anfeuern, hochklassigen Team-Basketball mit regionalem Identifikationsfaktor genießen und Spaß haben!

Fotos von Martin König