BBC Osnabrück bezwingt NBO nach Steigerung mit 68:52

Der BBC Osnabrück hat das Rückrundenspiel gegen New Basket 92 Oberhausen mit 68:52 für sich entschiedenund damit einen gelungenen Start ins neue Basketballjahr gefeiert. Der Endstand spiegelt allerdings erst die zweite Halbzeit wider – denn zunächst bestimmten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen das Geschehen in der Schlosswallhalle.

Oberhausen erwischte den besseren Beginn und hielt das Spiel über seine körperliche Präsenz unter den Körben offen. Allen voran Delia Moore (18 Punkte) und Maja Manten (14 Punkte) trugen die Offensive der Gäste, die vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder zu zweiten Wurfchancen kamen und ihre Vorteile am Brett konsequent nutzten. Der BBC hingegen tat sich schwer, nach Ballverlusten oder schnellen Abschlüssen rechtzeitig in die Transition Defense zu kommen. Hinzu kam, dass Tonia Dölle (6) aus gesundheitlichen Gründen nicht von Beginn an eingesetzt werden konnte und deshalb andere in die Bresche springen mussten.

Erst in den letzten Minuten vor der Pause änderte sich das Bild. Osnabrück erhöhte spürbar die Intensität in der Verteidigung, zwang Oberhausen zu schwierigeren Abschlüssen und fand selbst besser in den Rhythmus. Symbolisch dafür stand ein Korbleger von Annemarie Potratz-Bramscher (20), für den sie über das gesamte Spielfeld Anlauf genommen hatte und den sie mit der Schlusssirene einnetzte, womit sie für den BBC auf 30:33 verkürzte und den Gastgebern neuen Schwung mit in die Kabine gab.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der BBC dann klar die Kontrolle. Die Defensive agierte nun geschlossen, aufmerksam sowohl am Ball als auch in den Passwegen, und ließ Oberhausen kaum noch einfache Abschlüsse zu. Offensiv spielte Osnabrück deutlich geduldiger, bewegte den Ball konsequent und kam so entweder zu Abschlüssen am Brett oder zu freien Würfen nach Drive-and-Kick-Situationen. Besonders Melina Hagenhoff (16/4) setzte Akzente und traf vier ihrer sechs Dreierversuche, sodass es nach drei Vierteln 46:41 für die Gastgeberinnen stand. In dieser Phase des Spiels hatte sich längst das ausgeglichener besetzte Team durchgesetzt.

So wendete sich das Blatt vollständig zugunsten der Gastgeber, die das letzte Viertel (22:11) dominierten und am Ende mit dem 68:52 ihren dritten Sieg gegen Oberhausen in dieser Saison einfuhren – nach Erfolgen im Pokal und im Hinspiel nun auch in der Rückrunde.

„Es war erneut die Defense, die erst nach der Halbzeitpause von allen Spielerinnen konsequent umgesetzt wurde, kombiniert mit einer geduldigen Ballbewegung in der Offense“, erklärte Trainer Radion Gross nach der Partie und verwies damit auf die entscheidenden Stellschrauben. Co-Trainerin Tabea Bonin freute sich nach dem Spiel auch über eine deutlich bessere Ordnung bei den Fastbreaks.

Mit dem Erfolg verbessert sich der BBC Osnabrück auf eine Bilanz von elf Siegen bei zwei Niederlagen. Bereits am kommenden Donnerstag, den 21. Januar 2026, wartet mit der Nachholpartie um 20.00 Uhr in Hürth die nächste Aufgabe in einer nun eng getakteten Rückrunde.