1. Herren mit Saison zufrieden

Am Ende steht ein guter vierter Platz. Die erste Herren hat damit erfolgreich den Einstieg in die BOL-H geschafft. Nachdem in der vergangenen Saison in der Bezirksliga alle bis auf ein Spiel gewonnen wurden, waren die Erwartungen hoch auch in der Bezirksoberliga weiter erfolgreich spielen zu können. Diese Erwartungen wurden zunächst jedoch enttäuscht.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass sich die Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison doch erheblich veränderte. Mit T. Bouchon und L. Bonovicz verließen zwei der Leistungsträger die Mannschaft. Hinzu kam der Wechsel vom Headcoach W. Gorsky, der arbeitsbedingt verzog zum damaligen Assistenz-Coach N. Gerloff, der bis dato die zweite Herren des BBC in führender Position trainiert hatte. Hinzu kamen mit W. Chaisson und C. Stanciel zwei amerikanische Spieler, die zwar spielerische Qualität mitbrachten, jedoch sich nie komplett in die Mannschaft integrieren konnten. Erfreulicher war insofern die Rückkehr von C. Mester, der mit seiner Art menschlich und basketballerisch das Team gut ergänzte. Zudem stießen die Jungspieler J.-L. Köster und K. Howard zur Mannschaft, sowie der polnische Neuzugang L. Sowa und Center P. Reisener. Auch T. Völkerink konnte einen Einsatz verzeichnen. Insgesamt kamen damit in der Saison 21 Spieler zu Einsätzen für die erste Herren. Da auch die Trainingsbeteiligung schwankend war, kam es nie zu den erwarteten und erhofften Synergieeffekten, bei denen sich zumindest ein Kern von Spielern blind versteht und die Philosophie des Coaches gemeinsam umzusetzen vermag.

Dies zeigte sich bereits im zweiten Saisonspiel auswärts beim Stadtrivalen, dem OSC. Das Spiel sollte richtungsweisend für die kommenden Wochen sein. In der dritten Minute wurde T. C. Baker aufgrund einer zumindest fragwürdigen Aktion disqualifiziert und in der Folge ein Spiel gesperrt. Nach Rauswürfen von F. Funke und J. Blankmann ging das Spiel verloren. Am folgenden Spieltag verlor man zuhause nach Verlängerung gegen die Mannschaft aus Quakenbrück. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft kippte. Die Verantwortlichen haderten mit der Weise, wie die Bulls öffentlich ihren Frust über die Niederlagen äußerten. Da auch die weiteren Partien gegen Rastede und Petersfehn verloren wurden, wurde die Frage gestellt, ob die Mannschaft mit dem unerfahrenen, neuen Headcoach an der Seitenlinie überhaupt erfolgreich sein könne. Zudem wurde in einem internen Meeting über die weitere Vorgehensweise gesprochen.

Die Mannschaft zeigte sich in der Folge engagierter. Nachdem C. Stanciel aufgrund von Verfehlungen im Job sein Visum verlor und die EU verlassen musste und W. Chaisson, der die zuvor gemeinsam bewohnte Wohnung nicht halten konnte und ebenfalls zurück nach Amerika ging, kamen die Bulls jetzt in Fahrt. Die restlichen vier Spiele der Hinrunde gegen die unterer Tabellenhälfte konnten allesamt gewonnen werden. Man ging als Fünfter mit einer Bilanz von 5:4 in die Winterpause.

Zur Rückrunde konnte mit I. Twiehaus ein erfahrener neuer Headcoach engagiert werden. Diese brachte eine neue Spielidee in die Mannschaft, die es zunächst aufzunehmen und umzusetzen galt. So stand als erstes Spiel für den Trainier das Rückspiel gegen den OSC an. Auch dieses ging verloren. Coach Twiehaus wurde während des Spieles disqualifiziert. Es drohte ein ähnlich schlechter Start in die Rückrunde, wie in die Hinrunde. Diese gestaltete sich dann jedoch insofern anders, als dass Quakenbrück besiegt werden konnte, die nach eigener Aussage zu diesem Zeitpunkt auf 7 Spieler verletzungsbedingt verzichten mussten. Mit einem unerwarteten Auswärtssiegt über Petersfehn schien wieder alles möglich, aber Rastede, Petersfehn und der OSC gaben sich keine Blöße mehr. So beendeten die Bulls die Rückrunde mit einer Bilanz 7:2 und insgesamt mit 12:6 auf einem guten vierten Platz.

Bis zum Beginn der kommenden Saison stehen für die Bulls einige wichtige Schritte an. Es gilt eine Mannschaft zu finden, die dauerhaft und zuverlässig am Spielbetrieb und Training teilnimmt und qualitativ sich noch einmal steigerte, um dann eine reelle Chance auf den Aufstieg in die Oberliga zu haben.