Ohne die Unterstützung vieler Menschen wäre der BBC als einziger reiner Basketballverein in Osnabrück in den knapp 1,5 Jahren seit der Gründung nicht so gewachsen und erfolgreich, wie er sich heute präsenieren kann. Neben dem verantwortlichen Vorstand sind es die vielen Helfer, die mit Tatkraft, Einsatz und Idealismus den Verein unterstützen. In der Rubrik Bulls Eye möchten wir diese Menschen vorstellen.

 

Aktuelles Bulls Eye Interview mit Marc Sadowski, Teammanager der 1. Herrenmannschaft des BBC in der Bezirksliga:

 

Du bist der Teammanager der 1. Herrenmannschaft des BBC in der Bezirksliga. Welches sind in dieser Funktion deine Hauptaufgaben?

Ich bin kein Fan von dem Begriff “Teammanager”. Es klingt so, als hätte ich die Position alles im Bereich Spielbetrieb und Personalien zu entscheiden. Allerdings muss man zugleich sagen, dass der Begriff meiner Tätigkeit am ehesten nahe kommt.
Meine Kernaufgaben sind grob zusammengefasst das Marketing und die Organsiation. Im Bereich Marketing kümmere ich mich um den Kontakt und den Aufbau von Sponsoren sowie die Ideen, die wir mit Hilfe der Sponsoren umsetzen möchten. Ich orientiere mich hier bewusst nicht an dem Ligastandard, denn den Jungs soll es im Team an nichts mangeln. Das klare Ziel in dieser Sparte ist es, dass alle absolut überzeugt und froh sind im Team zu sein. Angefangen bei einzigartigen Trikots, die es oftmals erst ab der Regionalliga gibt, über Trainingsanzüge und Sporttaschen. Ich schnüre quasi das Gesamtpaket “1. Herren” mit dem wir potentielle Spieler überzeugen müssen. Und genau hier überschneiden sich die Punkte Marketing und Organisation. In enger Zusammenarbeit mit Coach Werner Gorsky gilt es einen Kader aufzubauen, der vor allem beim Faktor “Menschliches” harmonieren muss. Es bringt nichts, wenn die Spieler sportlich ein Gewinn sind, aber die Harmonie und Homogenität des Kaders darunter leidet. Aktuell ist unser Kader so gut aufgestellt, dass wir eigentlich keinen Zuwachs benötigen. Sollte es jedoch interessante Personalien geben, die den Kader verstärken könnten, entscheiden wir gemeinsam, ob der Spieler dazu passt. So konnten wir bisher auch viele Spieler überzeugen, die es gewohnt sind, in höheren Ligen zu spielen – was sehr gut am Beispiel Torvoris Baker und Lukas Bonowicz zu erkennen ist.
Vor allem der Kontakt zu unseren Sponsoren (Rechtsinformer Rechtsanwälte, AXA Versicherung Florian Flatau und Nize Club) ist das A und O, der uns ermöglicht hat gewisse Ideen zu realisieren, die absolut nicht üblich sind (Freigetränke an Topspielen, Trikots mit eigenem Design, DJ in der Halle). Ich arbeite aktuell auch am Ausbau der Partner in 2 Bereichen, um uns noch breiter aufzustellen. Oftmals ist es hier so, dass wir uns gezielt Partner aussuchen und eine ganz spezielle Idee für den Gewinn der Unterstützung entwickeln – so erreiche ich als Teammanager eine relativ starke Quote, denn die konkrete Ausarbeitung überzeugt die Firmen oft für ein Engagement.

Die 1. Herren sind das Aushängeschild des BBC. Was zeichnet deiner Meinung nach dieses Team aus?

Ich finde unser Team zeichnet vor allem in dieser Saison aus, dass es eine homogene und harmonische Gruppe ist. Obwohl es gewisse Altersunterschiede und vor allem auch qualitative Unterschiede im Kader gibt, merkt man diese im Verhalten der einzelnen Spieler gar nicht. .Junge Spieler, wie z.B. Malik oder Finn, die aus der 2. Mannschaft des  BBC ins Team hochgekommen sind, oder auch Torvoris Baker, der aus der Pro B zu uns gekommen sind, haben als Teammitglied die gleiche Stellung mit gleicher Wichtigkeit.
Wir haben in den letzten Wochen auch vermehrt Anfragen von Spielern bekommen, die zu uns wechseln wollten, was für mich die gute Arbeit in der 1. Herren unterstreicht. Auch die sehr positive Resonanz bei der Zuschaueranzahl bei den Heimspielen zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Den Jungs macht es Spaß in der 1. Herren Basketball zu spielen und das bringen sie auch aufs Feld.
Hinzu kommt die sportliche Qualität in dieser Saison. Wir sind auf allen Positionen super besetzt und können dementsprechend sehr gut rotieren ohne starken Qualitätsverlust. Selbstverständlich merkt man es, wenn ein Torvoris Baker sich auf die Bank setzt, jedoch ist die Motivation auf dem Feld umso höher, die Leistung entsprechend aufrecht zu erhalten. Fast alle Spieler im Kader sind sehr flexibel einsetzbar und dementsprechend schwer war es für die Gegner in den ersten Saisonspielen, sich auf uns einzustellen.

Mit Torvoris Baker und Tony Bouchon verstärken zwei Ausländer das Team. Nach 3 Spielen seid ihr ungeschlagen welche Ziele habt ihr für diese Saison und die nächsten Jahre?

Ich bin absolut froh, dass wir Torvoris und Tony im Team haben. Das Training und die Spiele werden von Coach Werner Gorsky auf Englisch gecoacht. Dies hat einfach den Vorteil, dass Tony als Franzose ein Großteil verstehen kann und Torvoris, der natürlich auch ganz gut Deutsch spricht, in seiner Muttersprache absolut keine Probleme hat. Für die anderen Spieler ist dies aber auch keine große Umstellung, denn die meisten Fachbegriffe im Basketball kommen aus dem Englischen.
Wir sind als Aufsteiger in der Liga eher der Underdog. Wir können nicht mit der Arroganz in die Saison gehen direkt den Aufstieg anzupeilen, da wir die Hälfte der Gegner gar nicht kennen. Wir probieren, uns gezielt auf jeden Gegner vorzubereiten – kennen wir einen Gegner noch nicht versuchen wir ein Spiel zu scouten. So kann man in den Trainingseinheiten vor dem Spiel etwas konkreter auf die Qualitäten und ggf. Schwächen des Gegners eingehen. Wir haben vor der Saison als Ziel die “oberen Plätze” anvisiert. Ich denke nach den ersten Siegen können wir dieses Ziel  bestätigen. Ich persönlich denke, dass die ersten 3 Plätze von den Teams Nordhorn, Vechta und BBC belegt werden – die genaue Reihenfolge wird natürlich spannend.
Für die nächsten Jahre sollte man sich natürlich immer als Ziel setzen das Maximale zu erreichen. Wer diesen Sport lebt, möchte immer als Sieger vom Feld gehen. Wenn wir die sportliche Qualität des Kaders so halten können und ggf. mit 1-2 erfahrenen Spielern optimieren, könnten wir auch in der Bezirksoberliga und Oberliga überleben. Die Priorität liegt aktuell ganz klar darin, die Spieler an Bord zu halten und stetig an der sportlichen Entwicklung zu arbeiten.

 

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