„Wir müssen jetzt in der Zwischenrunde immer unsere beste Leistung auf das Spielfeld bringen. Diese Gegner bestrafen jeden Fehler und nutzen jede Unachtsamkeit aus“, hatte Trainer Lars Herrmann noch vor der Partie bei der SG Braunschweig gewarnt. Er sollte Recht behalten: Die U-18-Basketballer des TuS Bad Essen haben 79:83 (30:44) verloren. „Wir haben vor der Pause viele Angriffe verschenkt, weil wir uns etliche Schritt- und Dribbelfehler geleistet haben“, klagte der Coach. 20 Punkte (32:52) betrug der Rückstand nach 24 Minuten – und dennoch hatte die Spielgemeinschaft mit Talenten aus dem Kurort und des BBC Osnabrück mit dem letzten Angriff noch die Chance zum Ausgleich oder gar zum Auswärtserfolg beim Tabellenführer.
Nach ausgeglichenem Beginn (12:11; 6. Minute) gelang es den Gastgebern zum Ende des Viertels, sich einen kleinen Vorsprung herauszuspielen (14:20). Braunschweig nutzte die physische Überlegenheit konsequent aus und setzte sich in den zweiten zehn Minuten weiter ab. „Uns war klar, dass wir uns selbst in diese Lage gebracht haben. Dennoch waren wir zuversichtlich, dieses Spiel noch drehen zu können, wenn wir vor allem offensiv konzentrierter zu Werke gehen“, sagte Herrmann.
Doch danach sah es zunächst nicht aus: Die Löwenstädter konnte ihre Führung auf 52:32 (24. Minute) ausbauen. Es folgte ein 21:10-Lauf, bei dem sechs Spieler punkteten. Vor dem vierten Viertel hatten die Bad Essener wieder Selbstvertrauen getankt (53:62).
Als Jonah Wiendieck in der 34. Minute auf 60:66 verkürzte, sah sich Braunschweigs Coach Sean McCaw gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Paul Gross brachte die Gäste auf vier Punkte heran, Wiendieck verkürzte auf drei. Selbst als die Gastgeber wieder auf 81:72 (39. Minute) davonzogen, gaben Philipp Lahrmann & Co. nicht auf. Drei Punkte von Wiendieck sowie vier von Jost Vogelpohl ließen Hoffnung aufkommen (79:81). Braunschweig leistete sich einen Ballverlust, und bei noch 25 Sekunden startete Bad Essen einen letzten Angriff. Zweimal gab es die Chance zum Ausgleich, doch beide Versuche scheiterten. SG-Aufbauspieler Fisser bekam den Ball, wurde gefoult und sorgte von der Freiwurflinie für den Endstand.
„Ab der 24. Minute haben wir so gespielt, wie wir es müssen, um Mannschaften wie Braunschweig schlagen zu können. Ich bin stolz auf die Moral der Jungs. Leider war das Loch, das wir uns vor der Pause selber gegraben haben, zu tief. Wir haben gesehen, woran wir arbeiten müssen und werden es im nächsten Spiel besser machen“, sagte der Trainer.
Die nächste Partie sollte eigentlich am nächsten Tag zu Hause gegen die BG Göttingen sein. Der Gegner hatte aber keine 24 Stunden vorher abgesagt. Die Entscheidung des Staffelleiters, ob und wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch aus. Wahrscheinlich ist aber eine neue Ansetzung im März.