Rund 39 Minuten lang haben die U-18-Basketballer des TuS Bad Essen geführt. Am Ende hatte aber dennoch der TK Hannover die Nase vor. 62:63 (30:27) lautete der Endstand im Spitzenspiel der Landesliga Mitte. Das Team des Trainerduos Lars Herrmann/Frederik Hensel beendet die Vorrunde trotz der Niederlage auf Platz eins, da die Kurortler das Hinspiel mit 74:70 gewonnen hatten. Weisen zwei Teams die gleiche Bilanz auf, zählt zuerst der direkte Vergleich. Bad Essen und Hannover ziehen nun in die Qualifizierungsrunde zur Niedersachsenmeisterschaft ein.
9:2 nach drei Minuten – anders als im Hinspiel, als der TuS einen 17-Punkte-Rückstand aufholen musste, startete der Tabellenführer gut in die Partie. Großen Anteil daran hatte Jonas Osterbrink mit acht Zählern. Bis auf 15:5 (7. Minute) setzten sich Ole Nedderhoff & Co. ab. Danach verloren sie aber den Faden, auch eine Auszeit konnte den Lauf der Gäste nicht stoppen. 15:16 hieß es nach zehn Minuten.
Da gleich sechs Spieler im zweiten Viertel punkteten, übernahmen die Gastgeber umgehend wieder die Führung. Zwischendurch betrug der Abstand sieben Zähler (25:18; 16. Minute), der TKH verkürzte aber wieder. Luca Schröder erzielte kurz vor der Pause den Korb zum 30:27-Halbzeitstand.
Die TuSler zogen immer wieder auf bis zu sieben Punkte davon (43:36; 28. Minute), konnten sich aber nie entscheidend absetzen. Hannover startete wiederum Läufe und hielt auch vor den letzten zehn Minuten den Anschluss (47:44). In der 33. Minute hieß es plötzlich 50:51, doch Marc Gebauer und Radion Gross holten die Führung zurück (56:51; 34. Minute). Gut drei Minuten lang stand es dann 61:61, beide Teams vergaben mehrmals die Chance zur Führung. 23 Sekunden vor Schluss erzielten die Gäste das 61:63 aus TuS-Sicht. Herrmann und Hensel nahmen eine Auszeit, um den letzten Spielzug anzusagen. Dennis Medwedew wurde bei noch 14 verbleibenden Sekunden gefoult, traf aber nur den ersten von zwei Freiwürfen (62:63). Es folgten drei Offensivrebounds – jedoch auch drei Fehlversuche, ehe die Zeit abgelaufen war.
„Die Niederlage nach diesem Spielverlauf ist bitter, aber wir können unseren Jungs keinen Vorwurf machen. Zwei wichtige Spieler konnten uns heute nicht unterstützen, trotzdem hatten wir es selber in der Hand, das Spiel zu gewinnen. Die vielen Zuschauer, die uns fantastisch angefeuert haben, hätten einen Sieg verdient gehabt. Dass wir die Vorrunde auf Platz eins beenden ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit, die die Jungs im Training investieren. In der Zwischenrunde ist der Platz aber nichts wert. Höchstens der direkte Vergleich zu unseren Gunsten kann entscheidend sein, wenn wir wieder die gleiche Bilanz wie Hannover haben sollten“, sagte Lars Herrmann.
Da der Tabellenletzte Rotenburg die U18 am Wochenende zurückgezogen hat, ist die Vorrunde für den TuS beendet. Gegen wen es in der Zwischenrunde geht steht noch nicht fest. Klar ist nur, dass es erst im kommenden Jahr weitergeht.

 

U18_Schröder