Black Bulls starten mit 77:55-Sieg ins neue Jahr

„All by myself. Don’t want to be all by myself!”, flüsterte David Vallo am vergangenen Sonntag, als er sich anlässlich des anstehenden Auswärtsspiels alleine auf dem Parkett der Petersfehner Mehrzweckhalle wiederfand. Während sich der eigenständig angereiste Flügelspieler Osnabrücks pünktlich bei den Gastgebern des TuS Petersfehn eingefunden hatte, war von seinen Teamkollegen weit und breit keine Spur. Denn diese standen gemeinsam mit einigen mitgereisten Unterstützern des BBC Osnabrück in ihrem Bus vor dem EWE Baskets Center in der Maastrichter Straße und fragten sich verdutzt, wer sie an diesen Ort geführt hatte. Nachdem man Geschäftsführer Marc Horstmann einstimmig zum Schuldigen auserkoren hatte, huschte der Bus durch die Innenstadt Oldenburgs zur ursprünglichen Destination in Petersfehn, wo man trotz aller Widrigkeiten etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn eintraf.

Nennenswerte Nachteile entstanden durch die verkürzte Aufwärmphase der Osnabrücker allerdings nicht. Nach einem kurzen Schlagabtausch zu Beginn der Begegnung setzten sich die Black Bulls zum Ende des ersten Viertels mit 19:14 von dem Tabellenfünften der Bezirksoberliga Weser-Ems ab. Auch die Ausfälle in den Reihen der Black Bulls, die mit lediglich neun Spielern angereist waren, konnten gegen den TuS Petersfehn, der seinerseits sogar nur acht Spieler aufbot, kompensiert werden.

Der Grundstein für den späteren Erfolg wurde von den Black Bulls durch eine Kombination aus schnellen Fastbreak-Abschlüssen und mannschaftsdienlichem Zusammenspiel im Halbfeld gelegt. Die 39:25-Führung zur Halbzeit genügte Trainer Ingo Twiehaus allerdings nicht. Er monierte, dass man es einmal mehr verpasst habe, sich mithilfe konsequenter Ganzfeldverteidigung und größerem Durchsetzungsvermögen in der Offensive, vom Gegner entscheidend abzusetzen.

Erst nach dem Seitenwechsel gelang es dem BBC Osnabrück der vorgegebenen Marschrichtung lückenlos zu folgen. Nachdem die Begegnung zeitweise wie ein gemütliches Teekränzchen angemutet hatte, nahm die Partie nun nochmals Fahrt auf. Die üblichen Verdächtigen Osnabrücks – Trainer Ingo Twiehaus und Center Michael Beyer-Rother, seines Zeichens Stammesältester der Black Bulls – hatten die Stimmung durch Auseinandersetzungen mit den Schiedsrichtern und Gegenspielern zum Kochen gebracht. Den Spielern des Tabellenführers gelang es, die aufkeimenden Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken. Wie nach einem Weckruf provozierten sie nunmehr zahlreiche Ballverluste Petersfehns und bauten die Führung auf über 20 Punkte aus.

Mit Torvoris Baker, Finn Kuhlmann, Zeb Thomas Lovell, Yannik Twiehaus und David Vallo, dem das individuelle Warm-Up zu spürbar mehr Spritzigkeit verholfen hatte, punkteten erstmals fünf Spieler Osnabrücks in einem Spiel zweistellig. Letztlich gewann der BBC Osnabrück mit 77:53 und die Wogen zwischen beiden Mannschaften schienen bereits mit Spielabpfiff wieder geglättet zu sein.

Spielerstatistiken TuS Petersfehn

Nachname
Vorname
Punkte
FWVersuche
FWTreffer
2er
3er
Fouls
 Bartels  Patrick  5  2  1  2  0  2
 Gockel  Andre  3  2  1  1  0  2
 Ihnen  Christopher  12  6  6  3  0  3
 Kiese  Lukas  2  3  2  0  0  1
 Püschel  Jörg  15  8  7  4  0  3
 Ruberg  Pascal  4  2  0  2  0  1
 Schmeyers  Yannick  8  1  0  4  0  3
 Schmidt  Christian  4  2  1  0  1  1
Spielerstatistiken BBC Osnabrück

Nachname
Vorname
Punkte
FWVersuche
FWTreffer
2er
3er
Fouls
 Baker  Torvoris Carnal  17  6  3  7  0  1
 Beyer-Rother  Michael  7  2  1  3  0  4
 Brockmüller  Jens  3  0  0  0  1  0
 Funke  Florian  0  0  0  0  0  4
 Köster  Jan-Luca  3  2  1  1  0  1
 Kuhlmann  Finn  15  2  2  5  1  0
 Lovell  Zeb Thomas  12  1  0  6  0  1
 Twiehaus  Yannik  10  3  2  4  0  4
 Vallo  David  10  3  1  3  1  3